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Fremd - in 193 Ländern der Welt

Zu Migration und der damit verbundenen Debatte, zu Fallen und Hürden, zu Urteilen und Vorurteieln und  - zu Chancen, die sich aus sachlicher Kompetenz und Kommunikation entwickeln können. 
Seminartag mit Gesamtthematik oder 60 minütige Referate mit unterschiedlichen Schwerpunkten, je nach Bedarf.
Kapitel 1 - Die Geschichte der Migration
Kapitel 2 - Demoskopische Entwicklung Österreich und Europa
Kapitel 3 - Angst, Rassismus, Hass versus Gutmenschentum
Kapitel 4 - Wege aus der Krise

Referentin: Dr. Angelika Hörmann, Sozialpsychologin, Innsbruck

Toleranz und ihre strittigen Grenzen

Toleranz gilt zu Recht als zentraler Wert, der ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Weltansachauungen sicherstellen soll. Im interkulturellen und interreligiösen Dialog kommt der Toleranz daher wenig überraschend eine Schlüsselrolle zu. 
Doch schon die Rede von "richtiger" und "falsch verstandener Toleranz" zeigt, dass es nicht genügt, Toleranz undifferenziert einzufordern. Zu  unterscheiden ist nämlich nicht nur wen oder was man (nicht) dulden soll, sondern auch, ob diese Frage dem Einzelnen bzw. der Gesellschaft oder aber dem Staat gestellt ist. Und schließlich gilt es, sich über die unterschiedlichen Methoden der Nicht-Toleranz klar zu werden. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte des Toleranzdenkens wird anhand aktueller Fallbeispiele diskutiert, welche Argumente für welche Grenzen der Tolernaz sprechen.

Referentin: Assoz.-Prof. Dr. Marie-Luisa Frick, Philosophin, Innsbruck
 

Flucht

Wer sind denn diese Menschen eigentlich?

Das Thema Flucht löst unterschiedlichste Gefühle aus. Mitleid, Angst, Ablehnung, den Drang zu helfen und vor allem Verwirrung. „Refugees Welcome“, oder Grenzen dicht machen? Dieser Vortrag soll helfen Klarheit in die Gerüchte und Fragen rund um das Thema Flucht und Asyl zu bringen. Im Vordergrund steht der Mensch und seine Geschichte und seine Rolle in der globalisierten Welt, die sich bewegt.

Referent: Bernd Pirker, Sozialberater/ Bogenbauer, Schwaz

 

Bild: www.pfarrbriefservice.de

Feste und Feiern - Was feiern Muslime zu welcher Zeit?

Als soziales Wesen kommt der Mensch – gewollt oder ungewollt – mit seinesgleichen zusammen.
Unter diesen Mitmenschen gibt es solche, deren Sozialisation fremd, irritierend oder gar beängstigend wirkt. Da aber Wissen, das über das eigene hinausgeht, Vertrauen, Verständnis, ja sogar Freundschaft schaff en kann, gilt es dieses Wissen interessierten Menschen zu vermitteln.

Referent: Mag. Durmus Gamsiz, Theologe/Religionspädagoge, Innsbruck 

Viele Frieden - Elicitive Friedensforschung

Friede kann kein einheitliches, für alle gültiges Konzept sein, sondern muss in jeder Kultur, Gruppe, Beziehung immer wieder gefunden werden.
Seit jeher hat es unterschiedliche Zugänge zu Frieden gegeben, die man in verschiedene Friedensbegriffe zusammenfassen kann: energetisch, moralisch, modern und postmodern.
Daraus kann man konkrete Methoden der Friedensarbeit ableiten, wie die auf Einsichten der humanistischen Psychologie basierende elicitive Konflikttransformation.

Referent: Mag. Matthias Gossner, MSc, Lehrer/ Friedensforscher,  Westendorf 

Roma, Sinti und Andere in Tirol

Ca. 700 Roma u.a. leben in Tirol. Ca 25 Roma aus der Slowakei und Rumänien haben im Waldhüttl in Innsbruck, einem  Bauernhof hinter dem Schloß Mentlberg, eine Herberge. Die Vinzenzgemeinschaft und die Arbeitsgruppe Roma von Pax Christi Österreich widmet sich den Menschen und der Thematik. Das Problem ist der wachsende europäische Antiziganismus. Hintergrundinformationen können bei Lösungsstrategien helfen.
Jussuf Windischer ist Obmann der VG Waldhüttl und Generalsekretär von Pax Christi Österreich.

Referent: Dr. Jussuf Windischer, Innsbruck 

Die Salafisten-Bewegung

Eine neue fundamentalistische Strömung breitet sich innerhalb des Islam aus. Den verschiedenen Gruppen geht es vor allem darum, Grenzen zu ziehen, zwischen dem, was im modernen Leben nach religiösem Gesetz verboten oder erlaubt ist. Sie meiden die politische Diskussion und betreiben die Re-Islamisierung der muslimischen Gemeinschaft. Jedoch nur ein kleiner Teil befürwortet den bewaffneten Kampf.

Referent: Mag. Wolfgang Mischitz, Theologe, Innsbruck