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Grundkurs Bibliolog

Bibliolog ist ein lebensnaher Zugang zu biblischen Texten, um diese neu zu entdecken und anders zu verstehen. Durch Rollenidentifikationen der Teilnehmenden verweben sich Lebensgeschichten und biblische Geschichte und legen sich gegenseitig aus. Diese Form des Textzugangs ist unkompliziert in Gruppe und pastoralem Alltag - Pfarre, Schule, kategoriale Seelsorge - einsetzbar.

In dieser Bibliolog Ausbildung erlangen Sie eine fundierte Kenntnis der Methodik, üben sich in weiteren Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen und erlernen gutes Zuhören. Wir arbeiten anwendungorientiert mit praktischen Übungen, reflexionseinheiten und ersten Erfahrungen im Anleiten von Bibliologen.

Die Ausbildung schließt bei erfolgreicher Absolvierung mit einem vom Europäischen Bibliolog-Netzwerk ausgestellten Zertifikat ab.

Termin: Do, 19. Juli - Sonntag, 22. Juli 2018

Kosten: EUR 350,-

Anmeldung: Haus Marillac, Sennstraße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512 57 23 13, haus@marillac.at

Eine Kooperation mit Haus Marillac und Bibelpastoral der Diözese Innsbruck.

Folder als Download

 

Das Markusevangelium

Einführung ins Markusevangelium. Lesejahr B (2017/18)

Der Evangelist Markus schildert Gleichnisse, Geschichten, Wundererzählungen und verfolgt damit ein klares Ziel: überzeugend darzulegen, was es mit Jesu Leben, Tod und Auferstehung auf sich hat. Denn er will Heiden überzeugen und Heidenchrist/innen in ihrem neuen Glauben stärken. Jesu Worte und Taten sprechen für sich: Er heilt Kranke, überwindet unheilvolle Zustände, vergibt Sünden, nimmt sich kein Blatt vor den Mund, wo er Unrecht vorfindet, und bleibt sich selbst treu, auch wenn dies (vorerst) katastrophale Folgen hat.
Im kommenden Kirchenjahr (Lesejahr B, beginnend mit der Adventzeit 2017) werden an den Sonntagen Texte aus dem Evangelium nach Markus gelesen. Für liturgisch Interessierte stehen mehrere Angebote zur Verfügung: Einführung ins Markusevangelium, Gang durchs Kirchenjahr, Spezielle Themenbereiche (z. B. Umgang mit schwierigen Bibeltexten)
› Infos auf: www.dibk.at/LAF
› Referent/innen auf Anfrage.

Jesus der Therapeut

Heilsame Begegnungen im Johannesevangelium 

Menschen sind auf vielfältige Weise blind, gelähmt, sie suchen Rat, ihnen geht der Wein des Lebens aus. Das Johannesevangelium berichtet, dass Jesus als Arzt für Leib und Seele Heil und Heilung verschafft. Was hat all das mit uns heute zu tun? Was blockiert und was stärkt uns? Was fördert unsere Selbstheilungskräfte?

 

Vaterunser

Wir spüren den Herzschlag Jesu 

Jesu Wirken und seine Botschaft lässt sich ohne sein Gebet nicht verstehen. Er betet allein und in der Gemeinschaft der jüdischen Gebetstradition. Er wendet sich an seinen Vater im Himmel in frohen und in bedrängenden Stunden seines Lebens.
Das Vaterunser bildet die Mitte der Bergpredigt und damit in der Mitte der neuen Lebensordnung, die Jesus der Welt gebracht hat.
Das Vaterunser lässt uns den Herzschlag Jesu erfahren.
Welche Chancen hat das für mein persönliches Beten?

Referent: Pfarrer Dr. Franz Troyer, Innsbruck 

Abraham - Vater im Glauben

Mit der Geschichte Abrahams (Gen 12–25) wird der Zyklus der Erzelternerzählungen eröffnet. Sie bildet die Brücke zwischen der mythischen Vorzeit (der Welt) und der Geschichte Israels. Abraham wird, selbst aus der Fremde stammend, Stammvater Israels und zum Urahn anderer Völkerschaften. Eine genauere Lektüre des Textes offenbart, dass das Leben Abrahams auch Versagen und Schattenseiten kennt, die bis in spätere Generationen spürbar sind. Weil er aber dem Gott Israels unbedingten Glauben geschenkt hat, wird Abraham zum Inbegriff des Segens und zum Träger der Verheißung. Weil er sich Jahwes Führung anvertraut hat, ist Abraham eine wichtige Identifikationsgestalt für Juden und Christen, und als Ibrahim al-Chalil, der „Freund Gottes“, für Muslime.

 

Die Sintflut und der Turmbau zu Babel

Altorientalisches im Alten Testament

Die Stellen im Buch Genesis über die Sintflut und den Turmbau haben seit jeher Faszination ausgeübt. Dass sie eng mit der altorientalischen Umwelt verknüpft sind, haben erst die Archäologie und Entzifferung der Keilschrift ab etwa der Mitte des 19. Jh. herausgestellt. Damit öffnete sich aber ein Fenster, und ein ganz neuer Blick auf die biblische Überlieferung war möglich. Wie entwickelt sich die Sintfluterzählung, bis sie in der Bibel landet, und was steckt hinter dem Turm zu Babel?

Referent: Ass.-Prof. MMag. Dr. Martin Lang, Universitätslehrer, Innsbruck 

Unzumutbare Texte

Zum Umgang mit schwierigen spannungsreichen Bibelstellen 

„Wie können Sie verantworten, dass heutzutage so etwas in der Kirche vorgelesen wird?“ Dieser Ausruf einer empörten Kirchgängerin gilt der Geschichte von der Opferung des Isaak (Gen 22). Die Frage, die dahinter steht, betrifft allerdings eine Vielzahl von Textstellen in der Bibel: Sollte man nicht lieber auf Lesungen verzichten, die schwer zugänglich sind, weil sie Widersprüchliches ausdrücken, kaum mehr etwas mit unserer Lebens- und Erfahrungswelt zu tun haben oder schlichtweg von Konflikt, Gewalt, Vergeltung, Tod und Vernichtung sprechen?

Hat Jesus nicht ganz einfach eine Botschaft der Liebe gebracht, von der wir sprechen sollten? Selbstverständlich! Doch sogar in den Evangelien finden sich Passagen, die man sich - auf den ersten Blick - lieber gerne ersparen würde …

Ein Workshop, in dem wir nach Möglichkeiten suchen, biblische Texte zu erschließen, die als Zumutung empfunden werden, ohne dabei den Gott der Liebe aufs Spiel zu setzen.

Referentin: Dr.in Christine Drexler, Theologin, Innsbruck 

Bibel und Gewalt

(Wie) geht das zusammen?

Die Ermordung Abels durch seinen Bruder Kain; der Gott, der die Erstgeborenen der Ägypter erschlägt; der zornige Gutsherr im Gleichnis Jesu, der die bösen Winzer umbringt: Was hat all das bitte in der Bibel verloren?
Dieser Vortrag stellt diese Frage und schlägt einen neuen Blickwinkel zu den verstörenden Gewalttexten der Bibel vor.

Referent: DDr. Mathias Moosbrugger, Pastoralassistent, Innsbruck

Verstehst du auch was du liest? (Apg 8,30)

Impulse zu Entstehung, Wesen und Aktualität der biblischen Botschaft

Einerseits ist die Bibel das Buch mit der größten Verbreitung und Wirkungsgeschichte, andererseits fällt der Zugang nicht immer leicht: Wie und wann sind die einzelnen biblischen Schriften wirklich entstanden? Ist das auch alles wahr, was drin steht? Wie wichtig ist das Alte Testament für mich heute noch? Wie kann ich diese alten und in einem völlig fremden Umfeld entstandenen Texte überhaupt noch richtig verstehen? Solchen und ähnlichen Fragen soll anhand praktischer Textbeispiele nachgegangen werden.

Referent: Univ.-Prof. Dr. Andreas Vonach, Universitätsprofessor, Fritzens

 

Wie lesen Evangelische die Bibel?

Die Quelle des christlichen Glaubens und ihr Verständnis im evangelischen Sinn

Eines der entscheidenden „Produkte“ der Reformation war die deutsche Bibelübersetzung Martin Luthers. Das eigene Bibellesen wurde zum Kern der evangelischen Frömmigkeit – obwohl in Österreich der Besitz einer Lutherbibel noch vor 200 Jahren verboten war.
Die Veranstaltung zeichnet nach, wieso sich durch die Bibel für Martin Luther „die Pforten zum Paradies“ öffnen, damit wir uns dann selbst zur gegenwartsbezogenen Bibellektüre aufmachen.

Referent: Dr. Rainer Dahnelt, Evangelischer Pfarrer, Innsbruck

Die Liebe ist... (1 Kor 13,4)

Das Hohelied der Liebe

Das Hohelied der Liebe (1 Kor 13) gehört zu den paulinischen Spitzentexten. Die Veranstaltung wird zur stilistischen Schönheit und zu den inhaltlichen Tiefen dieses Liedes hinführen. Der Weg der Liebe wird als bleibender und immer aktueller Weg für die Christen/innen betrachtet.

ReferentInnen: Dr. Martin Hasitschka SJ, Innsbruck, Dr. Mira Stare, Pastoralassistentin, Innsbruck 

Geschichten, die unser Leben berühren

In Lesung und Evangelium unser Leben finden und die freimachende Botschaft entdecken

Wer kennt das nicht, drin sitzen in der Messe und nichts verstehen? Und die Frage, warum muss ich mir das anhören? Dass biblische Geschichten etwas mit meinem persönlichen Leben zu tun haben, das wird oft erst klar, wenn sie aus dem Kleid ihrer Entstehungszeit in eine moderne Sprache und Bilderwelt übersetzt werden. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg, um spannende, berührende und sinnstiftende Themen in biblischen Erzählungen zu entdecken.

ReferentInnen: Dr.in Anna Hintner, Theologin, Gnadenwald, Mag. Garber Thomas, Navis, MMag. Maria Pranger, Pastoralassistentin, Debant