Europas (neue) religiöse Intoleranz. Hintergründe - Analysen - Perspektiven

Kreuz, Kippa, Kopftuch – gehören auch Sie zu der wachsenden Zahl an Österreicherinnen und Österreichern, die bei mindestens einem dieser Symbole ein leichtes Unbehagen bis hin zum Schaudern befällt? Am besten verbieten, weg damit, nichts damit zu tun haben?

Die Philosophin Martha Nussbaum stellt für Europa (wie die USA) eine zunehmende religiöse Intoleranz fest, die vor allem Muslime betrifft, aber auch Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen sofern sie ihre religiöse Zugehörigkeit sichtbar machen. Angst ist ein urtümliches Gefühl, aber mitunter auch ein hochgradig gefährliches. Schnell mündet sie in Hass und Verfolgung des „Anderen“. Der Vortrag analysiert die Hintergründe der „Angst vor Religion“, insbesondere vor „dem Islam“, zeigt die hoch problematischen gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen auf und entwickelt Perspektiven, wie ein angstfreies Zusammenleben in Pluralität aussehen könnte. Getragen von soliden Grundsätzen, festen Argumenten und vor allem einer zu Neugier und Empathie beflügelnden Fantasie. Denn Religionen müssen nicht gefährlich sein – sie können uns alle bereichern.

Referentin: Mag.a Michaela Neulinger MA, Univ. Assistentin, Innsbruck