Ausgrenzungen bewusst und selbstbewusst entgegen treten. Strategien zum Umgang mit Vorurteilen und Populismus

Ungeprüfte Vorurteile gegen Minderheiten oder Menschen aus anderen Kulturen/Religionen werden all zu oft verwendet. Sie schüren Ängste und schaffen neue Feindbilder oder festigen althergebrachte. Oft stehen wir ihnen scheinbar hilflos gegenüber.
Gemeinsam lernen wir Wege kennen, um Einschränkungen im Denken zu öffnen und Empathie zu wecken. Sie entdecken Strategien zum Entschlüsseln und Lösen von Sprachmustern und gedanklichen Blokaden.

Referentinnen:
Ulricke Kometer, Moderatorin und Trainerin, Flaurling
Wibke Mullur, Akad. Atempädagogin, Telfs

 

Josef Mayr-Nusser

Märtyrer des Gewissens

Weil der Selige Mayr-Nusser aus Gewissengründen den SS-Eid verweigerte, wurde er zum Tod verurteilt. Auf dem Weg ins Konzentrationslager Dachau starb Josef Mayr-Nusser am 24. Februar 1945 in einem Viehwaggon bei Erlangen an der Folgen der Haft und der erlittenen Entbehrungen. Der Märtyrer ist ein Zeuge für die Unbedingtheit des Gewissens und uns darin Mahner und Vorbild.

Referent: Pfarrer Dr. Jakob Patsch, Hall in Tirol

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

“Alle Schwarzen sind Drogendealer!”
“Frauen gehören an den Herd!”
“Wir brauchen wieder einen starken Mann!”
“Alle Ausländer sind kriminell!”,  usw.
Jeder kennt solche Sprüche und Parolen! Sie werden nicht nur am Stammtisch abgefeuert. Im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, im Bus, ja selbst in der eigenen Familie fallen sie.
Was und wie kann dagegen argumentiert werden? Die besten Argumente gegen Stammtischparolen fallen einem dann ein, wenn es bereits zu spät ist.
Es gibt Abhilfe, wie in solchen „aussichtslosen“ Situationen umgegangen werden kann. In Trainings können solche und ähnliche Situationen nachgespielt werden. Unter Begleitung eines(r) Trainers kann eingeübt werden, was am besten gegen unfaire „Sager“ wirkt.
Immer weniger Sprücheklopfer werden dann mit ihren Aussagen Erfolg haben.

Referent: Mag. Anton Gasser, Mediator/Moderator, Innsbruck 

Nie wieder sprachlos - Argumente gegen Stammtischparolen

„Es ist schwieriger, eine vorgefestigte Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“ Albert Einstein


Ob im Freundeskreis, bei Familienfeste, in Vereinslokalen, am Arbeitsplatz, in der Schule… immer häufiger werden wir mit Vorurteilen gegenüber Menschen anderer Hautfarbe, Nationalität, sexueller Orientierung oder Religion konfrontiert. Sehr oft sind wir sprachlos über nicht belegbare Wertungen, die jeder Mitmenschlichkeit widersprechen.
Mit kreativen und interaktiven Methoden arbeiten wir an diesem Abend gemeinsam an Lösungsansätze, um Vorurteile abzubauen und Argumente zu finden, die es uns ermöglichen selbstsicher und selbstbewusst gegenüber der Diskriminierung von sozialen Randgruppen unserer Gesellschaft aufzutreten.

Referentin: Wibke Mullur, Akad. Atempädagogin, Telfs

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Wer kennt solche Sprüche und Parolen nicht: “Alle Schwarzen sind Drogendealer. Wir brauchen wieder einen starken Mann.  Muslime sind Terroristen.”
Sie werden vorwiegend  am Stammtisch geäußert. Was ist ihnen entgegenzusetzen? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein?
Das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen bietet einen Übungsraum für Zivilcourage, Gegenstrategien und Redegewandtheit.
Die TeilnehmerInnen sammeln diese diskriminierenden, generalisierenden, schlagwortartig vorgebrachten Äußerungen. In simulierten Gesprächssituationen “am Stammtisch” werden mögliche Reaktionsweisen erprobt, durch anschließende Analyse auf emotionaler, rhetorischer und inhaltlich-sachlicher Ebene sowie durch Entwicklung von starken und treffsicheren Argumenten Kommunikationsstrategien ausgearbeitet.

Referentin: Dr. Sibylle Auer, Erwachsenenbildnerin, Innsbruck

Was ich gerne gesagt hätte

„Die gehören doch alle zurückgeschoben!“, „Wir haben viel zu laue Gesetze, da müsste mal einer durchgreifen!“, „Frau am Steuer, Ungeheuer!“ „Alle Männer sind Machos!“
Wer kennt sie nicht, die Sprüche und Parolen die in Gesprächen am Gartenzaun, in der Pfarre, dem Verein oder der Familie und natürlich am Stammtisch geäußert werden? Sprachlos daneben stehen und nicken, oder doch hin und wieder seine eigene Stimme erheben und klare Worte und Haltungen dazu finden? Damit wir am Ende nicht darüber nachdenken müssen, was wir gerne gesagt haben würden!

Referentin: Mag. Sabine Sulzenbacher, Lebens- und Sozialberaterin, Innsbruck

Vier Wände und ein Hilfeschrei!

Häusliche Gewalt. Erkennen - Handeln!

Pro Jahr werden  in Österreich etwa 250.000 Frauen körperlich misshandelt. Pro Jahr suchen in Österreich etwa 1400-1500 Frauen Zuflucht und Soforthilfe und  finden das in einem (autonomen) Frauenhaus. Tendenz steigend. Nicht mitgezählt die Frauen, die Schutz vor häuslicher Gewalt bei  ihren Ursprungsfamilien, bei Freunden, Nachbarn finden, bzw. in Krankenhäusern,  ohne hier die Ursache ihrer seelischen und körperlichen Verwundungen bekannt zu  geben. In Tirol wird jede 5 Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von  Gewalt im familiären Umfeld. Es handelt sich in den meisten Fällen um  Beziehungsgewalt, Täter - Opfer stehen in Beziehung zueinander, sind nicht unabhängig.

Referentin: Dr. Angelika Hörmann, Sozialpsychologin, Innsbruck